Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Weiteres

Login für Redakteure

Aktuelles/Neuigkeiten

Zum Semesterende

Wir wünschen allen Studierenden einen guten Semesterabschluss, maximalen Erfolg bei den anstehenden Prüfungen und dann eine (hoffentlich auch) erholsame vorlesungsfreie Zeit!


Am 14. und 25. Oktober 2022 fand in der Leucorea (Lutherstadt Wittenberg) im Rahmen der im zweijährigen Rhythmus vom Arbeitsbereich Praktische Theologie/Religionspädagogik (Prof. Dr. Harald Schwillus) des Instituts für Katholische Theologie und ihre Didaktik veranstalteten wissenschaftlichen Symposiumsreihe „Religion ausstellen“ eine Tagung unter dem Titel „Religiöse Sprache ausstellen? Die Sprachen von Judentum, Christentum und Islam im Museum kommunizieren“ statt. Religion bildet eine eigene Perspektive auf Welt und Wirklichkeit, die durch keine andere ersetzt werden kann. Darauf hat nicht zuletzt Jürgen Habermas hingewiesen. Sie findet ihren Ausdruck auch in spezifischen Sprachformen. Religionsbezogene Objekte und Gebrauchsgegenstände werden vielfach in Museen ausgestellt, dennoch sind die mit ihnen verbundenen Sprach- und Kommunikationsformen häufig nicht Gegenstand der musealen Lernarrangements. Das Symposium setzt hier an und macht die Sprachen der Religionen explizit zum Thema. Es fragt nach Möglichkeiten und Grenzen, wie religiöse Sprache(n) von Judentum, Christentum und Islam in musealen Kontexten für die gesellschaftliche Öffentlichkeit erschlossen werden kann bzw. können. Den Eröffnungsvortrag hielt PD Dr. Stephanie Lehr-Rosenberg (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) unter dem Titel „Auf der Suche nach dem treffenden Wort. Religiöse Sprachlosigkeit und Sprachversuche heute“. Zur Bedeutung der Sprache in den drei abrahamitischen Religionen sprachen Prof. Dr. Guido Meyer von der RWTH Aachen University („Über Vielfalt und Originalität des sprachlichen Symbolisierungsmodus im Christentum“), Prof. Dr. Andreas Nachama von der Allgemeinen Rabbinerkonferenz („Es gilt das gesprochene Wort. Sprache im Jüdischen Gottesdienst als Brücke zwischen Erde und Himmel“), Prof. Dr. Fahimah Ulfat von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen („Islam und das Abenteuer der Übersetzbarkeit“) sowie aus philosophischer Perspektive Prof. Dr. René Torkler von der Christian-Albrechts-Universität Kiel („Über Religion sprechen. Philosophiedidaktische Annäherungsversuche an einen Themenbereich“). Hinzu kamen Beispiele aus der Ausstellungspraxis von Prof. Dr. Daniela Blum von der RWTH Aachen University („Kreuze und Martyrien. Religiöses Sprechen in Auseinandersetzung mit Gewaltdarstellungen im Diözesanmuseum Rottenburg“), Pfr. Veit Dinkelaker vom Bibelhaus Erlebnis Museum Frankfurt/Main („G*tt w/m/d – Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten. Eine Ausstellung im Bibelhaus Erlebnis Museum Frankfurt“), Pfr. Hannes Langbein von der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche Artheon e.V. („Wie bitte? – Künstlerische Zugänge zur Sprache der Religion“) sowie Dr. Stefan Rhein von der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt („‘Sprachereignis Luther‘ – Auf der Suche nach spielerischen Lernszenarien“).

Die Tagung fand in Kooperation mit dem Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin (Museum im Zisterzienserkloster Lehnin), der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, dem Institut für Katholische Theologie der RWTH Aachen University sowie dem Europäischen Netzwerk Future for Religious Heritage (FRH) statt. Die Präsenzveranstaltung wurde in deutscher Sprache und zeitgleich in englischer Simultanübersetzung über Youtube als Masterclass von FRH übertragen (https://youtu.be/QAjost4N_bI   ).

Prof. Dr. Harald Schwillus (MLU)

Prof. Dr. Harald Schwillus (MLU)

Prof. Dr. Harald Schwillus (MLU)

PD Dr. Stephanie Lehr-Rosenberg (Uni Würzburg)

PD Dr. Stephanie Lehr-Rosenberg (Uni Würzburg)

PD Dr. Stephanie Lehr-Rosenberg (Uni Würzburg)

Diskussionsrunde (von links nach rechts): Prof. Dr. Harald Schwillus (MLU), Prof. Dr. Guido Meyer (RWTH Aachen), Prof. Dr. Fahimah Ulfat (Uni Tübingen), Prof. Dr. René Torkler (Uni Kiel)

Diskussionsrunde (von links nach rechts): Prof. Dr. Harald Schwillus (MLU), Prof. Dr. Guido Meyer (RWTH Aachen), Prof. Dr. Fahimah Ulfat (Uni Tübingen), Prof. Dr. René Torkler (Uni Kiel)

Diskussionsrunde (von links nach rechts): Prof. Dr. Harald Schwillus (MLU), Prof. Dr. Guido Meyer (RWTH Aachen), Prof. Dr. Fahimah Ulfat (Uni Tübingen), Prof. Dr. René Torkler (Uni Kiel)

(Bildrechte: AB Praktische Theologie/Religionspädagogik des Instituts für Katholische Theologie und ihre Didaktik)

Zum Seitenanfang